Saxophonquartett
Heute habe ich nach meinem Saxophonunterricht schnell das Auto vollgeladen. Im Gepäck fast die gesamte Saxophonfamillie (Sopransax, Altsaxophon, Tenorsaxophon, das Bari blieb weg) und es ging von Seeheim gen Süden nach Karlsruhe zur Probe mit meinem Saxophonquartett.

Saxophonquartett spielen
Das Spielen in einem professionellem Saxophonquartett macht mir immer große Freude. Die Dynamik, der Sound und natürlich auch der Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen ist sehr bereichernd.
Stilistisch ging es ziemlich vielseitig zu, angedacht war eine Leseprobe. Sprich wir haben einfach Stücke aufgelegt und vom Blatt (prima vista) gespielt. Dabei sortierten wir dann die Arrangements durch. Was gefällt uns? Was ist leicht, was sollte man sich mal zu Hause durchfingern?
Im Ensemble haben wir (da jeder sowieso die ganze Palette spielen kann) munter die Stimmen durchgetauscht. Da auch alle Solisten sind, haben wir die improvisierten Soli dadurch verteilt. Jeder kam mal dran. Ich hatte ergänzend ein paar Arrangements aus der eigenen Feder mitgenommen und fand es interessant, wenn ich nicht die Leadstimme spiele, sondern jemand anders das interpretiert.

Barisax spielen ist eine besondere Aufgabe
Hauptsächlich war ich dann aber an der Probe für Tenorsax zuständig, was mir immer mehr Spass macht, obwohl das Tenor einige Jahre ein Schattendasein in meiner Arbeit führte und ich sehr viel Alto spielte. In den letzten Jahren hat sich das stark verändert und Alto und Tenor stehen gleichberechtigt in meinem Musikzimmer.

Saxophonquartett Tenor
Gerade der Wechsel der Klangfarben inspiriert mich und wenn an einem Unterrichtstag unterschiedliche Saxophonschüler zum Unterricht kommen, fordert mich der Wechsel zwischen den Instrumenten positiv. Das ist also eine Situation, die ich aus meinem Musiklehreralltag kenne und die mir im Saxophonquartett natürlich zugute kommt.
Bei strahlendem Wetter probten wir so gute drei Stunden um anschließend die Probe bei strahlendem Sonnenschein mit Kaffee und Kuchen im Garten zu beenden. Das finale „Grillen“ musste leider entfallen, da ich abends noch ein Konzert und knapp 150km Autobahn vor mir hatte. Naja vielleicht klappt es beim nächsten mal. Ich freue mich auf jedenfall schon auf die nächste Probe.
Allen Saxophonschüler sei wärmstens empfohlen auch mal in einem Quartett mitzuspielen. Es macht großen Spass und ist ein super Training. Alle Aspekte wie Intonation, Sound, Timing, extreme Register, Improvisation werden gefragt.
